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Nachtrag zum Thema Stefan.
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Ich wurde angerufen und gebeten, nicht so viel Negatives über
Stefan zu schreiben, doch was ich über ihn schreibe, ist gar
nicht böse gemeint. Es handelt sich jedoch bei meinen Berichten
um Tatsachen- und Erlebnisberichte. Ich beschreibe in ihnen meine
Eindrücke und Erlebnisse und natürlich hinterlässt
es einen sehr starken Eindruck, wenn man die ganze Nacht über
wach gehalten wird.
Wie ich bereits in früheren Berichten erzählt, habe ist
Stefan ein sehr netter Mensch. Ich bin zwei Tage mit ihm zusammen
gewandert und habe gemerkt, dass ich mich sehr gut mit ihm unterhalten
kann. In dem Moment jedoch, in dem Stefan zu schlafen beginnt, wird
er unerträglich.
Ich komme sehr gut mit Stefan aus, möchte jedoch nicht mit
ihm in einem Zimmer schlafen.
Wir (Katharina, Michael, Irim und ich) sind dann am nächsten
Morgen wieder zusammen gewandert. Irim war noch nicht wieder so
ganz fit und hat sich mehrfach übergeben. Wir haben ihn deshalb
zeitweise im Rucksack getragen. Als Etappenziel hatten wir uns Ourense
gesetzt. Das Wetter war gut, nicht zu heiß, mit einigen Wolken
am Himmel und wir liefen meist auf Schotterpisten oder kleinen Straßen.
Als nach einiger Zeit viele Häuser, dachten wir, dass dies
Ourense sei. Es war aber leider nur ein sich über mehrere Kilometer
erstreckender Vorort. Als wir gegen Mittag im Stadtzentrum ankamen,
gingen wir als erstes zu den 65 Grad heißen Thermalquellen.
Aus diesen, leicht nach Schwefel riechenden Quellen werden auch
zwei Schwimmbäder gespeist.
Katharina, Irim und Michael sind noch in Ourense geblieben, ich
aber bin am nächsten Tag weiter nach Cea gegangen. Domingo
hatte mir die Herberge in Cea empfohlen. Sie war auch wirklich sehr
gut. Hier traf ich das erste Mal auf Ron und Jayne aus Großbritannien,
wir drei waren die einzigen in der Herberge. Da ich am nächsten
Tag nur nach Castro Dozon wollte, bin ich nicht so früh wie
sonst aufgestanden und habe erst noch in einer Bar gefrühstückt.
Die Herberge in Castro Dozon war jedoch geschlossen so das ich noch
bis Laxe bei Lalin weiter gehen musste. Hier gab es eine ganz neue
Herberge, gerade seit drei Monaten geöffnet und auch entsprechend
gut und sauber. Von Laxe bin ich am 18.07 nach Puent Ulla gewandert,
wo am späten Nachmittag auch noch Ron und Jayne ankamen. Die
Wirtin der als Herberge genutzten Pension sprach Deutsch, was wieder
einiges bei der Verständigung erleichterte. Sie legte mir gleich
drei große Handtücher hin und packte mir ein Lunchpacket
für den nächsten Morgen.
Und das war heute, der Tag meiner Ankunft in Santiago de Compostella!!!
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