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Am Morgen des 10.7. bin ich, noch recht müde von der kurzen
Nacht, mit einer Dänin, die am Vortag gekommen war, nach Mombuey
gegangen. Die Etappe war 37 km lang. Als wir in Mombuey ankamen, war
die kleine Herberge leer. Es gab zwei Betten und drei Matratzen. Wir
hatten schon die Hoffnung, die Herberge für uns zu haben, als
während unserer Siesta zwei Spanier in die Herberge kamen. Als
wir abends vom Essen zurück kamen war die Herberge dann völlig
mit Radfahrern überfüllt. Obwohl ich in dieser Nacht nur
wenig Schlaf fand, hat es mich nicht weiter gestört.
Von Mombuey ging ich weiter nach Puebla de Sanabria, wo ich mir
wieder ein Hostal gönnte. Die Pilgerherberge war nicht zu empfehlen,
denn es gab keine Betten, so dass das Hostal wohl die beste Wahl
war. Das Hostal hatte bereits unterwegs Werbung gemacht und es gab
Extrapreise für Pilger, so dass ich ein sehr großes Zimmer
für einen sehr günstigen Preis bekam. Es gab sogar eine
Badewanne und einen Fernseher! In der Hotelbar bekam ich abends
noch ein sehr leckeres Essen serviert.
Von Puebla de Sanabria aus musste ich leider ein Stück mit
der Bahn fahren, weil der Nationalstraßenpass, über den
ich musste, geschlossen war. So bin ich dann morgens um 6 Uhr 20
die 30 km bis Lubian gefahren. Von dort bin ich gleich nach La Gudina
weiter gegangen, wo ich gegen 10 Uhr ankam und auf Stefan, den Schnarcher,
stieß - der gerade aufgestanden war und nach einer Bar suchte.
Ich wollte eigentlich in La Gudina übernachten, bin dann aber
noch mit Stefan die 20 km nach Campobecerreos gegangen. In Campobecerreos
trafen später noch Katharina und Michael mit ihrem Hund Irim
ein.
Am nächsten Tag, dem 12.7., bin ich gemeinsam mit den dreien
nach Laza gegangen, wo wir eine hervorragende, etwas außerhalb
gelegene Herberge vorfanden - zu der wir, von der Protection Civil,
in einem Landrover gebracht wurden. Später kam noch ein Haufen
Spanier, die ich nicht kannte, Sepp und Heide, die auch aus der
Schweiz sind und zwei Spanierinnen, die ich schon in Tabara getroffen
hatte. In der Herberge in Laza gab es eine sehr gute Küche,
so dass wir mittags und abends selbst gekocht haben. Um Mitternacht
war ich im Bett und um 2 Uhr kam Stefan, der mal wieder ein paar
über den Durst getrunken hatte. Den Geräuschen nach zu
urteilen knallte er erst die Eingangstür zu, stolperte, stieß
gegen einen Stuhl und kam dann laut in den Schlafraum, wo er sich
hinlegte und auch sofort anfing zu schnarchen. Manchmal hörte
er kurz auf - dann konnte man genau bis sechs zählen und dann
war ein Rascheln zu hören und er schnarchte wieder. Später
ließ er noch einen kräftigen Furz ab, dem ein erleichterter
Seufzer folgte. Das war mir dann doch zuviel und ich bin auf das
Sofa im Gemeinschaftsraum umgezogen, wo ich noch anderthalb Stunden
mehr oder weniger geschlafen habe.
Am nächsten Morgen wollte ich mit Michael und Katharina nicht
die 20 km zum Etappenort Vilar de Bario, sondern noch weitere 14
bis Xunqueira de Ambia gehen. Wir hofften auf diese Art und Weise
Stefan abzuhängen - was auch wirklich klappte. ??? war nach
den 34 km völlig fertig und wollte nur noch schlafen.
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