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Als ich am nächsten Morgen von Fuente de Cantos aufgebrochen
bin, wäre ich fast gestürzt, als ich im Dunkeln aus meinem
Zimmer kam. Vor der Tür lag ein großes und, wie sich später
zeigte, sehr leckeres Lunchpaket. Der Weg nach Zafra war meist mit
endlosen Getreidefeldern gesäumt, die hin und wieder von ausgetrockneten
Bächen durchzogen waren. Es war eine sehr schöne Gegend
und es ließ sich in den leichten Hügeln auch ausgezeichnet
gehen.
In Zafra stellte sich dann nach stundenlangem Fragen heraus, dass
die dortige Herberge geschlossen war. Ich war also gezwungen mir
ein Hotel zu suchen. An diesem Abend war in Zafra ein Volksfest
und ich habe ein schönes Hotel direkt am Festplatz entdeckt.
Leider sollte es jedoch 52,-- € kosten - da kam mir die Idee
einen Preisnachlass wegen der Lärmbelästigung zu fordern.
Und tatsächlich, am Ende habe ich nur 22,-- € inklusive
Frühstück in dem 2-Sterne-Hotel bezahlt.
Am nächsten Morgen bin ich schon sehr früh aufgebrochen,
weil ich bis Merida kommen wollte - Merida liegt 52 km von Zafra
entfernt. Ich brauchte für diese doch recht lange Etappe gute
11 Stunden. Als ich dann nachmittags erschöpft in Merida ankam
stellte sich heraus, dass auch dort die Herberge geschlossen war.
Diesmal nahm ich mir gleich ein Zimmer in einem billigen Hostal.
Von Merida aus wollte ich eigentlich nur die 16,5 km nach Aljucen
gehen, doch als ich dort recht unfreundlich von einer deutschen
Herbergsbetreuerin empfangen wurde. Als ich morgens um 10 Uhr dort
ankam, rededete sie mit mir in einem Ton, als spräche sie mit
einem geistig Zurückgebliebenen, so dass ich mich entschloss
noch die restliche 22 km nach Alcuescar zu gehen. Eine gute Entscheidung,
wie sich später herausstellte. Ich wurde dort äußerst
freundlich von den Mönchen des Klosters empfangen. Es wurde
mir angeboten mit den Mönchen zu Abend zu essen; und das alles
kostenlos. Wie gesagt, sehr schön!
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