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In einem Gästebuch fand ich den folgenden Text:
Der Krieger erinnert sich an die Worte von John Bunyan: "Auch
wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe, bereue
ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe, weil
sie es waren, die mich dorthin brachten, wohin ich zu gelangen wünschte.
Jetzt ist alles, was ich besitze dieses Schwert. ??? und jeden,
der seinen Pilgerweg gehen möchte.
Ich trage die Spuren und Narben der Kämpfe. Sie sind Zeugen
dessen, was ich errungen habe. Diese Spuren und Narben sind es,
die mir die Tore zum Paradies öffnen werden. Es gab einmal
eine Zeit, in der ich Berichten von Heldentaten lauschte. Es gab
einmal eine Zeit, in der ich nur lebte, weil ich leben musste. Aber
jetzt lebe ich, weil ich ein Krieger bin. Und weil ich eines Tages
an der Seite dessen sein möchte, für den ich so gekämpft
habe.
Der Flug von Deutschland über Barcelona nach Sevilla war sehr
angenehm. Bis auf eine halbe Stunde Verspätung in Barcelona
hatte alles wunderbar geklappt. Dann am Flughafen in Sevilla gab
es das erste Problem. Die Busse, die eigentlich vom Flughafen in
die Stadt fahren sollten, fuhren nicht - warum, konnte ich nicht
heraus bekommen. Ich hatte nun zwei Möglichkeiten: Entweder
ich laufe zum Hotel oder ich fahre mit dem Taxi. Da ich keinen blassen
Schimmer hatte, wie ich vom Flughafen zum Hotel komme, es wahnsinnig
heiß und der größte Teil des Nachmittags bereits
verstrichen war, habe ich mich dafür entschieden ein Taxi zu
nehmen. Das Hotelzimmer war recht klein, bei dem Preis hätte
ich eigentlich mehr erwartet. Es hatte keine Fenster, aber eine
Klimaanlage - das war wirklich ein Segen.
Am nächsten bin ich dann von Sevilla nach Guillena gewandert
- 22,8 km. Dort musste ich mir den Schlüssel für die Herberge
bei der Lokalpolizei abholen. Als ich den diensthabenden Polizisten
fragte, ob er englisch spricht, sagte er immer "si, si"
und redete auf spanisch weiter. Mit dem Schlüssel ging ich
dann zum örtlichen Sportplatz, wo ich die Herberge finden sollte.
Die Herberge war ein Wohnklo, man schlief zwischen Klo und Dusche
auf dem gefliesten Boden. Abends kam noch ein spanisches Pärchen.
Die Beiden wollten mir gar nicht glauben, dass dies die Herberge
sei und haben bei der Polizei nachgefragt.
Am kommenden Morgen bin ich dann sehr zügig die 19 km nach
Castillblanco de los Arroyos gegangen, wo ich eine sehr schöne
Herberge in ruhiger Lage vorfand. Ich konnte mich auch gut ausruhen
und wie sich am nächsten Tag zeigte, sollte ich die Ruhe auch
wirklich brauchen. Den Weg nach Almaden de la Plata legte ich bei
völliger Windstille, Temperaturen bis 38 Grad und in einer
fast baumlosen, dafür umso bergigeren Gegend zurück. Als
ich nach 31 km endlich ankam, war ich ziemlich fertig. Dennoch konnte
ich die unangenehme Atmosphäre im Dorf noch wahrnehmen. Man
wurde nicht zurück gegrüßt und alle sahen in eine
andere Richtung, wenn man vorbeiging; fast pilgerfeindlich.
Von Almaden de la Plata ging ich am nächsten Tag nach Monesterio.
Keine sehr spannende, aber dafür sehr lange Etappe, fast 36
km. Das spanische Pärchen, das mich das letzte Mal begleitet
hatte, machte nach 16,5 km Rast und blieb auch dort. Am nächsten
Tag bin ich 21,7 km nach Fuente des Cantos gegangen. Ein wunderbarer
Ort; die hervorragende Herberge befindet sich in einem alten Kloster.
Abends musste ich noch mit dem spanischen Herbergsvater deutsch
reden - sehr nett! Das Essen war auch ausgezeichnet.
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